Berührung
Was zeichnet eine wohltuende Berührung aus?
Der zentrale und wichtigste Bestandteil, der eine Berührung berührend macht, ist nicht äußerlicher Art,
sondern entsteht vielmehr aus einer inneren Haltung heraus. Es ist so banal, dass wir es fast vergessen haben. Berührung muss von Herzen
kommen und getragen sein, von der Fähigkeit zu Liebe und Mitgefühl, Wertfreiheit und Akzeptanz gegenüber dem Anderen.
Erst dann kommt das ganze Potential einer Berührung zum Vorschein und berührt den Anderen. Wenn wir dieses Wagnis eingehen,
ist die Wirkung offenkundig. Oft entsteht dabei ein Gefühl von Kontakt und Geborgensein, das wir woanders vergeblich gesucht haben.
Das Potential menschlicher Berührung
Der menschliche Körper reagiert sehr intelligent auf Berührung. Das Gewebe, ja jede einzelne Zelle, öffnet oder schließt
sich, je nach Qualität der Berührung. Es gibt Studien die beweisen, wie sich der Körper bei Berührung verhält.
Zum Beispiel bei jeglicher Art von Gewalt, sei sie noch so subtil, körperlich, psychisch oder mental, gibt es immer eine sich
zusammenziehende Reaktion im Körper. Es entsteht eine Abwehrreaktion, die sich beliebig fortsetzen lässt, bis der Körper
in eine gewisse Starre verfällt. Dies erleben wir Menschen dann als Spannung oder Verspannung. Erfährt der Körper eine
vertrauensvolle und einfühlsame Berührung, fängt er ganz von alleine an sich zu öffnen und zu entspannen.
Das Muskel- und Fasziengewebe spürt ganz genau, was richtig ist und was nicht. Daraus sehen wir, dass Technik zwar hilfreich
ist, aber was letztendlich wirklich einen Menschen berührt, ist die Qualität, die hinter jeder Berührung steckt.
Berührung ist essentielle Nahrung und ein Grundbedürfnis
1945 gab es mehrere Untersuchungen (R.A. Spitz) in Kinderheimen und Waisenhäuser in den USA, wo Säuglinge innerhalb des
ersten Lebensjahres zwischen 90 und 99% verstarben, trotz ausreichender Ernährung und ärztlicher Versorgung.
Die wenigen überlebenden Babys zeigten deutliche Mangelschäden. Man nannte die Krankheit „Säuglings – Marasmus“,
was so viel heißt, wie Auszehrung. Als bedeutendsten Faktor dieser Ursache fand man den Mangel an Personal heraus. Die Kinder starben,
weil sie zu wenig sensorische Stimulation und zu viel Einsamkeit erfuhren. Nachdem mehr Hilfspersonal beschäftigt wurde, das sich
ausführlicher um die Kinder kümmerte, sie auf den Arm nahmen und mit ihnen spielten, nahm die Sterblichkeit rapide ab.
Gleichzeitig verliefen Wachstum und geistige Entwicklung wieder normal, aber besonders die unterentwickelten Säuglinge
nahmen drastisch an Lebendigkeit, Gewicht und Größe zu. Später gab es ähnliche Versuche mit Affen, die zu dem gleichen Ergebnis führten.
Dies verdeutlicht, wie wichtig Berührung für uns Menschen ist. Sie ist wissenschaftlich gesunde Entwicklung, wie die stoffliche Nahrung.
Ohne ausreichende Zuwendung und Berührung vereinsamen und verarmen wir emotional. Sei es als Kind oder später als Erwachsener.
Die Haut als Sinnesorgan
Die Embryologie hat uns gezeigt, dass sich die Haut und das Gehirn aus derselben Keimschicht bildet. Aus dem sogenannten Ektoderm bildet
sich das Gehirn, die Nervenzellen, die Sinnesorgane und die Haut. Die Haut ist ausgestattet mit einer immensen Dichte von sensorischen
Nervenendpunkten, die mit dem Gehirn in dauernder Verbindung stehen und ihm fortlaufend Informationen über den Kontakt mit unserer Außenwelt
liefert. Diese Verbindung erleben wir immer wieder bei spontanen Gefühlswallungen und zeigt sich auf der Haut als Gänsehaut, Erröten,
Erblassen Schweißausbrüche usw. So zeigt sich unsere Haut als direktes Kontaktorgan zwischen unserem seelischen Inneren und unserer äußeren Grenze.
Krankheitssymptome:
Bandscheibenvorfälle - Bandscheibenvorwölbungen - Skoliose - Schleudertrauma - Streckfehlhaltung der Halswirbelsäule - HWS Syndrom - Lumbago - Lumbalgie - Ischialgie - Lumboischialgie - Rückenschmerzen - Hexenschuss - chronische Muskelverspannungen und Schmerzzustände - Beckenschiefstand - Migräne - Kopfschmerzen - Kiefergelenksbeschwerden (TMG Syndrom) - Zähneknirschen - Stress-und Erschöpfungszustände - Burnout Syndrom - Schlafstörungen - Depression - posttraumatisches Stresssyndrom
Behandlungsmethoden in der manuellen Schmerztherapie:
manuelle Schmerztherapie -
Rebalancing / strukturelle Körpertherapie -
Osteopathie -
Craniosacrale Osteopathie -
Bandscheibenbehandlung -
Gelenklockerung / Trager Methode -
Dorn Therapie -
Wirbelsäulentherapie -
Scenar-Schmerztherapie -
Bewegungskoordination und Körperbewusstseinsschulung aus der
Alexander Technik und dem Feldenkrais
© Karl Burger Heilpraktiker (Privatkassen)
Praxis für manuelle Schmerztherapie und Osteopathie
Reitmorstrasse 6
80538 München - Lehel
Telefon 089 - 513 99 019
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