Der Körper
Alles Leben ist in ständiger Bewegung und Erneuerung, sowohl innerlich als auch äußerlich. So ist ein beweglicher Körper die Grundlage für Flexibilität und Vitalität im Leben. Ein gesunder Mensch zeichnet sich durch spontanes Handeln, klare Gedanken und die Fähigkeit tief zu empfinden aus und ist individueller Ausdruck seiner Persönlichkeit.
Die Fähigkeit, sich leicht zu bewegen und wohl im Körper zu fühlen, sollte ein ganz normaler Zustand eines jeden Menschen sein. Meist sind diese Fähigkeiten durch Blockaden und Restriktionen im Muskel- und Fasziengewebe eingeschränkt. Das Fasziengewebe ist das Verbindungsgewebe im Körper, das die Muskeln im gesamten Körper miteinander vereint, es verleiht ihm Halt und Flexibilität, strukturiert und hält Ihn in Balance mit der Schwerkraft. Wenn dieses Gewebe verhärtet, geraten die Spannungsverhältnisse im Körper aus dem Gleichgewicht und der Mensch beginnt mit der Zeit übermäßig viel Energie für seine Bewegungen zu verbrauchen. Dies führt zuerst zu Verspannungen in den Muskeln, die sich mit der Zeit verkürzen und dann verhärten, was wir meist als Schmerzen erleben. Über einen längeren Zeitraum hinaus, führen diese Verspannungen zu Fehlstellungen von Gelenken, welche wiederum zu Gelenksschäden, bis hin zu Wirbelsäulenverformungen und Bandscheibenschäden führen können.

Stellen Sie sich doch mal vor...
Sie leben in einem Körper, der aus über 206 Knochen besteht, die durch Gelenke miteinander verbunden sind. Dieses Knochengerüst verleiht
Ihrem Körper Stabilität und bietet gleichzeitig Schutz für seine Organe. Darüber hinaus ist Ihr Körper mit sage und schreibe
650 Muskeln ausgestattet, die in einer unglaublichen Präzision miteinander korrespondieren und erst durch sie wird Bewegung möglich.
Wie scheinbar selbstverständlich steuern Sie Ihren Körper mit diesen 650 Muskeln über das zentrale Nervensystem, welches die Impulse
in einer unglaublichen Geschwindigkeit vom Gehirn an die Muskeln weiter gibt, ohne dass Sie sich der Komplexität dieses Vorgangs bewusst sind.
Wir nehmen es als ganz normal hin, dass wir uns bewegen können, bekommen meist nicht mit, dass wir täglich unseren Körper auf eine
ganz bestimmte Art und Weise benutzen, welche nicht immer nur förderlich für ihn ist. Dies bemerken wir meist auch dann nicht, wenn wir
von Schmerzen geplagt sind, die wir unbewusst uns selbst kreiert haben, dadurch dass unsere Achtsamkeit nicht wirklich im Körper zu Hause
ist, sondern meistens mit der Außenwelt beschäftigt ist.
Körperintelligenz
Einige australische Wissenschaftler sind in einer Forschungsreihe dem Zusammenspiel von Gehirn und Körper sehr genau auf den Grund gegangen.
Das Ergebnis war sehr beeindruckend.
Sie fanden heraus, dass unser Körperselbstbild in verschiedene Art Landkarten in unserem Gehirn gespeichert wird. Dieses Bild aber im Allgemeinen
sehr von unserem äußeren Erscheinungsbild abweicht. Interessant daran ist, dass unser Selbstbild erst über die Fähigkeit unseres
Körpers zur sinnlichen Selbstwahrnehmung geformt wird. Dieser Körperspürsinn hat unzählige Rezeptoren in Muskeln, Gelenken, Bändern
und im Bindegewebe. Unter normalen Umständen werden diese Rezeptoren ständig und abwechslungsreich stimuliert. Wie zum Beispiel beim Gehen, Laufen,
Klettern, Tanzen, oder Gleichgewichtsübungen etc. werden Füße oder Rückenmuskeln über die Sinnesrezeptoren aktiviert.
Das heißt, dass durch ausgewogene Bewegung die Rezeptoren wach und flexibel gehalten werden, aber durch mangelnde Bewegung, sprich durch
viel sitzen vorm PC oder Büroarbeit die Sinnesrezeptoren langsam verkümmern und dadurch Schmerzrezeptoren in den Vordergrund treten.
Durch die andauernde Reizung verändert sich unser Körperselbstbild in Richtung Schmerzbewusstsein. Diese Bahnung wird durch die
veränderte Aufmerksamkeit gesteuert, die sich mit dem Schmerz immer mehr identifiziert, damit noch verstärkt und im neuronalen
Netz geradezu tief eingegraben wird. Im weiteren Verlauf werden alle möglichen Vermeidungsstrategien kreiert, um den schmerzhaften
Körperbereich nicht mehr zu fühlen. Hier schließt sich der Kreis, wobei der Körper immer mehr als bewegungs- und sinnesverarmtes
Brachland verkümmert, was in der Folge im sensormotorischen Cortex des Großhirns alle möglichen Fehlschaltungen und Störungen frei gibt.
Das Potenzial unseres Gehirns
Die Gehirnforschung weiß heute, dass das Gehirn eine unermesslich intelligente Masse aufweist, die auf komplexe Weise unser gesamtes Körpersystem steuert,
dabei jede Erfahrung speichert und unglaublich lernfähig ist.
Was sehr verblüffend ist, dass wir Menschen gerade mal 15 % unserer Hirnkapazität nutzen; und das sind die Intelligenten unter uns. Also 85 % werden überhaupt
nicht genutzt. Welch eine Verschwendung müsste man sich da sagen. Aber das hat seinen Grund, denn wir Menschen nutzen meist nur unsere alten Synapsenverbindungen
(Gewohnheiten) im Gehirn, die uns nur unsere gewohnten Bewegungen und Erfahrungen bieten, und je älter wir werden, erlauben diese Muster kaum noch, dass wir neue
Erfahrungen machen. Es sei denn, wir würden anfangen, bewusst unsere Verhaltensweisen zu ändern und andere Ressourcen in uns zu nutzen. Es ist mittlerweile
wissenschaftlich erwiesen, dass Bewusstsein im Gehirn entsteht. Jede neue Erfahrung bildet im Gehirn neue Synapsenverbindungen die uns ermöglichen,
jedes Gelernte zu wiederholen aber auch zu verändern und zu vertiefen.
Dadurch werden wir sozusagen der Schöpfer unserer eigenen Realität, auch wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen. In einer Versuchsreihe haben Gehirnforscher buddhistische Mönche während ihrer Meditation beobachtet und deren Gehirnströme gemessen. Das Resultat war erstaunlich. Die Gehirnströme der Meditierenden hatten sich während ihrer tiefen Kontemplation verdreifacht und ein Vielfaches an Hirnkapazität wurde frei. Dies bestätigte ihnen, dass erweitertes Bewusstsein und Achtsamkeit unser Gehirn immens stimuliert und sich sehr positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt.
Die Trennung beginnt im Hirn
Unsere beiden Gehirnhälften sind klar voneinander getrennt, kommunizieren aber über den Corpus Callosum miteinander. Hierbei haben jede der
beiden Hemisphären ganz bestimmte Aufgaben und Funktionen im Körper. Die linke Hirnhälfte ist für unser rationales Verstehen und
Denken zuständig und ist Vergangenheits- und Zukunft orientiert. Die rechte Hirnhälfte dagegen ist für das Erleben im Hier und Jetzt,
der Steuerung unseres Körpers und unserer Sinneswahrnehmung zuständig. Sie besitzt die Fähigkeit, Kontakt aller Art und unmittelbare sinnliche Erfahrung zu machen.
Das heißt, dass die rechte Hirnhälfte uns erst die Möglichkeit gibt, Leben in all seinem Reichtum unvermittelt zu erfahren. Da die meisten Menschen sich
über ihr Denken definieren und meist in ihrem Beruf sachlich gefordert sind, benutzen sie größtenteils die linke rationale Hemisphäre, wobei die
Rechte fast ungenutzt bleibt und bewusste Erfahrung dadurch nur bedingt stattfindet. Durch den Zugang von tieferer Erfahrung fangen wir an, ganz andere Areale
unseres Gehirns zu benutzen und kommen darüber hinaus mehr an das brachliegende Hirnpotenzial (rechte Hemisphäre) heran, welches wiederum die Linke
weiter aktiviert. Dies scheint aber nur zu funktionieren, wenn wir Menschen uns wagen, einem tieferen Bewusstsein in uns zu öffnen.
In einem Video auf U-Tube spricht die Gehirn und Neuro- Wissenschaftlerin Jill Bolte Taylor sehr anschaulich über dieses Thema: Klicken Sie einfach auf diesen Link:
How it feels to have a stroke
Der Vortrag wurde in Englisch gehalten und ist sehr informativ was dieses Thema angeht.
Krankheitssymptome:
Bandscheibenvorfälle - Bandscheibenvorwölbungen - Skoliose - Schleudertrauma - Streckfehlhaltung der Halswirbelsäule - HWS Syndrom - Lumbago - Lumbalgie - Ischialgie - Lumboischialgie - Rückenschmerzen - Hexenschuss - chronische Muskelverspannungen und Schmerzzustände - Beckenschiefstand - Migräne - Kopfschmerzen - Kiefergelenksbeschwerden (TMG Syndrom) - Zähneknirschen - Stress-und Erschöpfungszustände - Burnout Syndrom - Schlafstörungen - Depression - posttraumatisches Stresssyndrom
Behandlungsmethoden in der manuellen Schmerztherapie:
manuelle Schmerztherapie -
Rebalancing / strukturelle Körpertherapie -
Osteopathie -
Craniosacrale Osteopathie -
Bandscheibenbehandlung -
Gelenklockerung / Trager Methode -
Dorn Therapie -
Wirbelsäulentherapie -
Scenar-Schmerztherapie -
Bewegungskoordination und Körperbewusstseinsschulung aus der
Alexander Technik und dem Feldenkrais
© Karl Burger Heilpraktiker (Privatkassen)
Praxis für manuelle Schmerztherapie und Osteopathie
Reitmorstrasse 6
80538 München - Lehel
Telefon 089 - 513 99 019
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